Chronik

 

 Am 28. Oktober 1889 wurde vom Herzogtum Salzburg der Bau einer Kavallerie- bzw. Artilleriekaserne in der Riedenburg beschlossen.

 

Die Bauarbeiten wurde im Jahre 1893 abgeschlossen.

 

Die Division Nr. 28 bezog die Kaserne - ab Jänner 1894 in Divisions-Artillerie-Regiment 41 unbenannt.

 

Am 06. April 1908 wurde das Regiment dann in „k. u. k. Feldkanonenregiment 41 (FKR 41)“ unbenannt und um eine 5. Batterie erweitert.

 

Während der Erste Weltkrieg noch tobte und auch das k. u. k Feldkanonenregiment 41 im Einsatz stand, kam unter den Angehörigen des Regimentes der Wunsch auf,  nach dem Krieg die kameradschaftlichen Bande weiterhin zu pflegen und erhalten.

 

Zu den Gründungsvätern des späteren Artilleristenbundes Salzburg zählten unter anderem die Kameraden Kovarbasic, die Brüder  Gollhofer,  Brandstätter, Kranzinger und Wirl – um nur einige zu nennen.

 

Das Regiment wurde nach der Kapitulation der Österreich-Ungarischen Monarchie gegen Ende Oktober/November 1918 aufgelöst.

 

Am 18. März 1920 wurde die Volkswehr in das 1. Österreichische Bundesheer überführt und in Westösterreich die BAA6 aufgestellt, die 1. Feldkanonen-Batterie des BAA6 war damals in der Riedenburg stationiert.

 

November 1922 - Erst 4 Jahre nach Beendigung des Weltkrieges fand in der „Blauen Gans“ , ein ehemaliger Treffpunkt der Artilleristen des alten Regimentes, die Gründung der „41er – Tischrunde“ statt.

 

Den Artillerieverbänden werden keine Fahnen sondern Standarten als Feldzeichen verliehen.

Die Goldschmiedewerkstätte Koppenwallner fertigte im Auftrag des Bundes eine Standarte an.

Die Standarte welche eine besondere Form erhielt, ist bis heute die Ehrenstandarte des Artilleristenbundes Salzburg.

 

Im Jahr 1931 - Überreichte der Bund ein Ehrensignalhorn an den Kommandanten der 1. Batterie der Brigadeartillerieabteilung 6.

Dieses Ehrenfeldzeichen ist ebenfalls bis heute im Besitz des Artilleristenbundes Salzburg und wird im Wehrgeschichtlichen Museum in der Schwarzenbergkaserne  aufbewahrt.

 

September 1935 - Im Stiftsfriedhof St. Peter wurden mit einem großen Festakt das Ehrenmal der Salzburger Artillerietruppe seiner Bestimmung übergeben.

 

Als im September 1936 das 1. Bundesheer aufgerüstet wurde, wurde aus der bestehenden Batterie des BAA6 die I/AR 8  (Riedenburg) und I/AR 8 (St. Johann im Pongau).

 

Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde die II. Abteilung des l/AR 8 von St. Johann in die Riedenburgkaserne verlegt.

 

Nach einer Verlegung in das Arsenal nach Wien kamen dann die Salzburger Artilleristen zum PzAR 74/2. PzDiv. – diese kam bis kurz vor Moskau und kämpfte auch in den Ardennen.

 

Mit Unterzeichnung des Staatsvertrages (15.5.1955) und der Wiedererrichtung des Österreichischen Bundesheeres wurde in Salzburg wieder eine Artillerie-Einheit aufgestellt (diesmal in der Schwarzenbergkaserne – ehemals Camp Roeder/US-Army).

 

Die verschiedenen Artillerieeinheiten – I./HAR, I./AR 3 und BAA 8 wurden im Landwehrstammregiment 81 zusammengefasst, auch fanden das KAB 3 und das BAB 8 dort eine Heimat  und verblieben hier bis zur Auflösung des Verbandes.

 

Als 1990 die Landwehrstammregimenter einer Heeresreform zum Opfer fielen ging die ruhmreiche Ära der Artillerie aus Salzburg zu Ende.

 

Durch die Unterstützung des damaligen Militärkommandanten von Salzburg, Herrn Divisionär Engelbert Lagler kam der Artilleristenbund Salzburg als Traditionsverein in die Obhut des Millitärkommandos Salzburg.

 

Alle Traditionsstücke der Salzburger Artillerie wurden nach der Auflösung des Landwehrstammregimentes 81 zunächst dort belassen, nach der Gründung und Errichtung des Salzburger Wehrgeschichtlichen Museums dorthin verbracht.

 

Im Salzburger Wehrgeschichtlichen Museum fanden alle Erinnerungsstücke der Salzburger Artillerie eine neue Heimat und die dortige (sich im Aufbau befindliche) Artillerieausstellung wird durch engagierte Kameraden des Bundes betreut.

 

Einmal im Monat kommen wir im Gasthaus „Zur Einkehr“  (ehemaliges Heimathaus Maxglan) zu einem kameradschaftlichen Vereinsabend zusammen und halten so die Bande und die Tradition der Salzburger Artilleristen am Leben.

 

 

Barbara Heil